Landwirtschaftliches Erbrecht

Das landwirtschaftliche Erbrecht ist in Deutschland durch eine Rechtszersplitterung gekennzeichnet, was daran liegt, dass es trotz des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), welches als Bundesrecht deutschlandweit gilt, also auch hinsichtlich seines 5. Buchs zum Erbrecht, Sondererbrechte in einzelnen Bundesländern gibt. Neben die Bestimmungen des BGB treten landesrechtliche Regelungen in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. In Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Schleswig-Holstein und dem für den Agrarsektor besonders bedeutsamen Niedersachsen gilt als partikulares Bundesrecht die Höfeordnung.

Manche Rechte sind durch den Grundsatz der einheitlichen Hofnachfolge (sog. Anerbenrecht) mit Abfindungsansprüchen weichender Erben geprägt, andere kennen die Realteilung nach Köpfen (was zu einer Zersplitterung von Grundeigentum führen kann).
Diese Unübersichtlichkeit wird noch durch eine Sonderzuständigkeit der Landwirtschaftsgerichte komplettiert.

Die „Kanzlei Dr. Scholtz“ kann in den komplexen Fragen des landwirtschaftlichen Erbrechts beratend, aber auch bei Durchsetzung erbrechtlicher Positionen helfen. Insbesondere die Möglichkeiten, durch gestalterische Mittel im Wege letztwilliger Verfügungen von gesetzlichen Regelungen abzuweichen, spielen dabei eine wichtige Rolle.